Unsichtbar mit 50plus – Mythos oder Realität?

unsichtbar mit 50plus - frau mit augenbinde als symbol für Unsichtbarkeit


 „Mit 50plus ist man als Frau unsichtbar.“ – Diesen Satz habe ich in der letzten Zeit sehr häufig gehört und gelesen, sowohl in den Medien als auch im Bekanntenkreis. Und jedes Mal frage ich mich: Werden wir Frauen über 50 tatsächlich derart ignoriert? Oder ist das Gefühl der Unsichtbarkeit nur subjektiv? 

 

Es macht mich betroffen und sprachlos zugleich, wenn ich höre oder lese, dass sich Frauen ab 50 plötzlich nicht mehr wahrgenommen fühlen – so, als wären sie gar nicht mehr existent. Hierbei handelt es sich keinesfalls um Einzelschicksale, sondern um ein weit verbreitetes Phänomen, über das viel zu wenig gesprochen wird und das eigentlich gegen unsere gesellschaftlichen Grundwerte verstößt. 

 

Normalerweise mag ich gar kein Juristendeutsch, aber Art. 1 (1) des deutschen Grundgesetzes“ lautet: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Das allein sollte zum Nachdenken anregen.

 

Warum sind Frauen mit 50plus unsichtbar?

Spätestens ab dem 50. Lebensjahr bemerken viele von uns, dass wir von unserer Umwelt anders oder manchmal auch gar nicht mehr wahrgenommen werden. Diese Lebensphase ist ohnehin von vielen Veränderungen geprägt. Näheres hierzu findet ihr übrigens auch in meinem Artikel Abschied als Chance in der Lebensmitte. Wenn dann noch das Gefühl dazukommt, nicht mehr gesehen zu werden, erhöht sich die Belastung schnell.

 

Sicherlich erlebt fast jeder Mensch im Laufe seines Lebens Situationen, in denen er denkt: „Ich werde nicht gesehen“. Das ist völlig normal und meist nur vorübergehend. Trotzdem ist es keine schöne Erfahrung. Doch wie schmerzhaft muss es dann erst sein, wenn man sich dauerhaft übersehen und nicht mehr existent fühlt?

 

Das Phänomen der sozialen Transparenz

Insgesamt ist das Interesse der Öffentlichkeit an Frauen über 50 eher gering. Das beste Beispiel dafür ist meiner Meinung nach die Werbung. Dort sieht man Frauen im „besten Alter“ sehr selten. Es sei denn, es handelt sich um Marketingkampagnen für Inkontinenzprodukte und Präparate gegen Wechseljahresbeschwerden. 

 

Das ist ziemlich frustrierend und diskriminierend zugleich und zeigt, dass sich hier dringend etwas ändern muss. Wir Best Ager sind die kaufkräftigste Altersgruppe, wir sollten doch endlich auch in der Werbung eine Rolle spielen. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum zum Beispiel eine luxuriöse Gesichtspflege für „reife Haut“ in der Werbung von einer faltenlosen 25-Jährigen beworben werden muss… Das ist fast so, als würden Hunde für Katzenfutter werben – eine Lachnummer, die einfach nicht passt. 


 

Hürden auf dem Arbeitsmarkt – Karriere-Stopp ab 50

Die Unsichtbarkeit von Frauen über 50 macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Im Gegensatz zu den männlichen Kollegen enden die Karrieremöglichkeiten bei vielen Frauen oft bereits vor dem 50. Geburtstag. Aber nicht nur das, auch die Chancen bei der Jobsuche verschlechtern sich ab diesem Zeitpunkt. Qualifiziertes Personal wird überall dringend gesucht. Dennoch scheinen ältere Bewerberinnen deutlich schlechtere Aussichten auf eine neue Stelle zu haben als jüngere.

 

Was offizielle Studien dazu sagen

Dass dieser Eindruck keine Einbildung ist, belegen auch offizielle Zahlen. Laut der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist Lebensalter einer der häufigsten Gründe für Benachteiligung im Berufsleben. Besonders Frauen in der zweiten Lebenshälfte berichten immer wieder davon, dass ihnen trotz höchster Qualifikation weniger zugetraut wird als jüngeren Mitbewerberinnen und Mitbewerbern. Auch die Hans-Böckler-Stiftung weist darauf hin, dass die Chancen auf eine Neueinstellung ab 50 rapide sinken. 


Wandel in der Arbeitswelt – Kompetenz kennt kein Geschlecht und kein Geburtsdatum

Ältere Bewerberinnen und Bewerber werden trotz Fachkräftemangel oft schon im ersten Schritt aussortiert. Das Geburtsdatum scheint in den Personalabteilungen oft schwerer zu wiegen als die tatsächliche Qualifikation. Wir Frauen spüren diese unsichtbare Barriere oft sogar deutlich früher als unsere männlichen Kollegen.

 

Von der Familienplanung zur Altersfalle

Eigentlich müssten Bewerberinnen über 50 bei der Jobsuche ihren jüngeren Kolleginnen gegenüber klar im Vorteil sein. Denn das oft vorgeschobene „Risiko“ schwangerschaftsbedingter Ausfälle spielt hier keine Rolle mehr. Dennoch sieht die Realität leider anders aus – trotz höchster Qualifikation werden jüngere Mitbewerberinnen häufig bevorzugt. Noch vor einigen Jahren habe ich am eigenen Leib erfahren, welche Nachteile gerade junge Frauen bei der Arbeitssuche aufgrund möglicher Familienplanung haben – heute ist es das frühe Geburtsdatum, das uns im Weg steht.

 

Klischees, die längst überholt sind 

Ob mangelnde digitale Fitness, fehlende Flexibilität oder zu hohe Gehaltsvorstellungen – die Klischees gegenüber Bewerberinnen über 50 sind vielfältig, aber sie sind längst überholt! Qualifikation, Motivation und Berufserfahrung dürfen keine Frage des Geschlechts, des Geburtsdatums oder der Gebärfähigkeit sein. Hier muss sich in den Köpfen der Personalverantwortlichen – und auch in der Politik – dringend etwas ändern.
 
 

 

Männer über 50 und ihre selektive Wahrnehmung bei der Partnersuche 

Glückliches Paar über 50 umarmt sich im Park – Ein Zeichen gegen das Gefühl, unsichtbar mit 50plus zu sein.
Unsichtbar mit 50plus – Viele Frauen über 50 wünschen sich bei der Partnersuche und in Beziehungen wieder mehr Sichtbarkeit

  

Doch nicht nur auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch bei der Partnersuche macht sich das Gefühl der Unsichtbarkeit mit 50plus bemerkbar. Da ich seit vielen Jahren glücklich vergeben bin, kann ich nicht aus eigener Erfahrung sprechen. Deshalb habe ich mich unter Frauen über 50 umgehört, die derzeit über Online-Partnerbörsen und Dating-Apps nach einem neuen Partner suchen. 

 

Das Ergebnis ist ernüchternd, denn alle Frauen bestätigten mir ihren Eindruck, auf dem Partnermarkt unsichtbar zu sein. Es scheint, dass Männer über 50 gleichaltrige Kandidatinnen ignorieren und stattdessen jüngere bevorzugen.

 

Altersunterschiede in der Partnerschaft – Sind Konflikte vorprogrammiert?

Für mich klingt das frustrierend und paradox zugleich. Denn eigentlich war ich immer davon überzeugt, dass Männer mit zunehmendem Alter eher eine Partnerin suchen, die ihnen emotionale Stabilität, Sicherheit, Geborgenheit, Lebenserfahrung sowie ähnliche Interessen und Werte in einer langfristigen Beziehung auf Augenhöhe bieten kann. Und genau das können deutlich jüngere Frauen oftmals eben nicht.

 

Paare mit einem großen Altersunterschied haben häufig völlig andere Interessen und Lebensziele. Wer als Mann über 50 eine solche Beziehung führt, der muss langfristig mithalten können und sich auf die Interessen und Lebensziele seiner Partnerin einstellen. Auch berufliche Pläne können sich unterscheiden. Während er mit Ende 50 vielleicht schon seinen Ruhestand plant, möchte sie eventuell erst einmal ihre Karriere vorantreiben und beruflich richtig durchstarten. Hier ist Stress vorprogrammiert. Liebe kennt keine Altersgrenzen, aber dennoch führen große Altersunterschiede in Partnerschaften fast immer zu einem höheren Konfliktpotenzial und einer höheren Trennungswahrscheinlichkeit.

 

Warum suchen ältere Männer oft nur deutlich jüngere Partnerinnen?

Die Gründe, warum viele ältere Männer oft nur deutlich jüngere Partnerinnen suchen, können vielfältig sein. Vielleicht ist es das prickelnde Gefühl von Erotik, Jugendlichkeit, Vitalität und Lebensfreude, welches jüngere Frauen oftmals ausstrahlen? Eventuell möchten sie den zweiten Frühling erleben und fühlen sich durch eine jüngere Partnerin in ihrer Männlichkeit und Attraktivität bestätigt? Vielleicht befinden sie sich auch gerade in der Midlife-Crisis und versuchen diese durch eine jüngere Partnerin zu kompensieren? Oder sie planen evtl. sogar noch, eine neue Familie zu gründen? Verstärkend wirkt zusätzlich sicherlich das riesige Angebot an jungen Frauen in Partnerbörsen und Dating-Apps. Oft genügt ein einziger Wisch über den Bildschirm und schon erscheint das Profil der nächsten Kandidatin. Die große Auswahl wird vermutlich einige der Männer im besten Alter dazu verleiten, gleichaltrige Frauen zu „swipen“ und nur jüngere zu „liken“. Allerdings sollte der Anteil der Frauen, die sich tatsächlich zu deutlich älteren Männern hingezogen fühlen, auch nicht überschätzt werden, hier klaffen Wunsch und Wirklichkeit ein wenig auseinander.

 

Vier Tipps gegen das Gefühl der Unsichtbarkeit bei der Partnersuche mit 50plus

Ich habe gute Nachrichten für alle Betroffenen: Gegen das Gefühl der Unsichtbarkeit bei der Partnersuche mit 50plus kann man etwas tun. Es ist alles eine Frage der Einstellung:

 

1. Selbstbewusstsein und Resilienz stärken 

Wer auf Partnersuche ist, muss immer mit Ablehnung rechnen. Hierbei sind eine große Portion Selbstbewusstsein und Resilienz gefragt. Doch war dies auch schon mit Anfang 20 so. Denn nicht nur altersbedingte, sondern auch altersunabhängige Merkmale wie Charakter, Bildung, Beruf, äußeres Erscheinungsbild, Hobbys und Vorlieben können in jedem Alter dazu führen, vom anderen Geschlecht einen „Korb“ zu bekommen. Die Geschmäcker und Ansprüche sind verschieden und man kann nicht jedem gefallen. 

 

2. Männer, die ein Gefühl der Unsichtbarkeit vermitteln, ignorieren

Männer, die euch bei der Partnersuche ein Gefühl der Unsichtbarkeit vermitteln, solltet ihr einfach ignorieren und euch deren Verhalten nicht zu Herzen nehmen. Sie unterliegen wahrscheinlich dem Jugendwahn, wissen die vielen Vorteile unseres Alters und unserer Lebenserfahrung nicht zu schätzen und wären als Partner daher ohnehin kein perfektes Match. 

 

3. Nicht entmutigen lassen 

Ihr habt ein klares Ziel vor Augen und solltet euch von nichts und niemandem auf eurem Weg dorthin entmutigen lassen! Es gibt keinen Grund dafür, euch zu verstecken, ihr könnt voller Optimismus nach einem neuen Partner suchen und euch dabei sichtbar, begehrt und geschätzt fühlen. Ihr dürft sogar sehr stolz auf das sein, was ihr im Laufe eures Lebens schon erlebt und erreicht habt, und solltet niemals eure zahlreichen Stärken und positiven Eigenschaften vergessen. Denkt immer daran, wie fit, attraktiv und agil ihr für euer Alter noch seid! Eine positive Einstellung ist schon die „halbe Miete“! Ganz bestimmt!

 

4. Auf jeden Topf passt ein Deckel

Auf jeden Topf – egal wie alt er ist – passt immer ein Deckel! Es macht überhaupt keinen Sinn, in eine Art Torschlusspanik zu verfallen. Der „Märchenprinz“ braucht einfach ein wenig Zeit, bis er an die Türe klopft, er ist ja schließlich auch nicht mehr der Jüngste… Also, nur Geduld, es lohnt sich bestimmt! Ich drücke euch ganz fest die Daumen für die Liebe eures Lebens! Schreibt mir gerne, wenn ihr sie gefunden habt, ich freue mich immer über eure netten Kommentare!

 

Wenn der „MILF-Stempel“ Aufmerksamkeit erregt

Dass wir Mädels über 50 insgesamt eher weniger Aufmerksamkeit vom männlichen Geschlecht bekommen, als früher ist zwar schade, liegt aber leider in der Natur der Sache. 

 

Trotzdem klingt die Bezeichnung „MILF wie Musik in unseren Ohren. Welche Frau hört sie nicht gerne?! Wir sollten aber nicht vergessen, dass Männer, die eine Frau optisch attraktiv und begehrenswert finden, nicht den ganzen Menschen sehen, sondern nur die äußere Hülle. Mit 50plus haben wir genug Zeit gehabt, unsere äußere Hülle mit Inhalt zu füllen, wir sind also gar nicht mehr darauf angewiesen, uns ausschließlich über unser Äußeres zu definieren, sondern können uns bereits über unser Inneres sichtbar machen. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber früheren Jahren!


 

Mehr Sichtbarkeit durch gesteigertes Selbstwertgefühl

Fest steht, dass wir Best Ager eine mehr oder weniger ausgeprägte Zeit der Veränderungen durchmachen. Dies wird nicht von allen Betroffenen als positiv empfunden, kann verunsichern und zu einem sinkenden Selbstwertgefühl führen. Wie sehr die Wechseljahre unser Gefühl von Sichtbarkeit beeinflussen können, lest ihr in meinem Artikel Weg mit dem Tabu WechseljahreEs ist längst kein Geheimnis mehr, dass das weibliche Geschlecht größere Probleme mit dem Älterwerden hat als das männliche. Wenn wir ehrlich sind, ist es vor allem der optische Alterungsprozess, der uns Frauen zu schaffen macht. Schließlich leben wir im Zeitalter des Jugendwahns: Jeder möchte alt werden, aber niemand möchte alt sein und schon gar nicht so aussehen! 

 

Doch zum Glück sind wir körperlichen Veränderungen nicht komplett ausgeliefert, sondern können unser Wohlbefinden selbst beeinflussen! Das klingt doch gut, oder?! Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber trotzdem, da möchte ich ehrlich zu euch sein: Da wir uns bereits in der zweiten Lebenshälfte befinden, wird es wohl nie mehr so sein wie mit Mitte zwanzig. Das ist eine bittere Pille, die wir schlucken müssen. Mehr dazu findet ihr in meinem Artikel Schönheit ist eine Frage der Selbstakzeptanz.

 

Fünf wichtige Maßnahmen für mehr Sichtbarkeit

Keine Frage, es führen viele Wege nach Rom! Deshalb habe ich fünf der für mich wichtigsten Maßnahmen zur Erreichung eines besseren Wohl- und Sichtbarkeitsgefühls aufgelistet: 

 

1. Sport

Ihr treibt regelmäßig Sport? – Klasse! Dann seid ihr schon auf dem richtigen Weg! Wer mit seinem Körper unzufrieden ist, hat damit die besten Chancen, sich wieder gesünder, fitter und attraktiver zu fühlen. Körperliche Aktivität ist in jedem Alter wichtig. Schaut man sich in Fitnessstudios und Sportkursen um, so stellt man erfreulicherweise fest, dass diese sowohl von Frauen als auch von Männern mittleren Alters gut besucht werden. Muskelaufbau und Bodyforming sind hier das Ziel, um wieder ein besseres Körpergefühl und mehr Beweglichkeit zu erlangen. „Winkeärmchen“ und Bauchansatz gehören damit endlich der Vergangenheit an!

 

2. Ernährungsumstellung 

Ein paar Kilos zu viel auf der Waage? – Kein Problem! Neben einem regelmäßigen Sportprogramm kann auch eine Ernährungsumstellung helfen. Es müssen nicht unbedingt strenge Trenddiäten wie Paleo, Intervallfasten, Low-Carb und Co. sein. Diese sind teilweise sogar umstritten bzw. können kontraproduktiv sein. Eine kontrollierte und ausgewogene Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, der Verzicht auf hochkalorische Nahrungsmittel und die Reduktion von Kohlenhydraten, Alkohol, Fett und Co. reichen in der Regel aus, um abzunehmen. Also: Weg mit den Ausreden und ran an den Speck! 

 

3. Schönheitspflege

Glückliches Paar über 50 umarmt sich im Park – Ein Zeichen gegen das Gefühl, unsichtbar mit 50plus zu sein.
Unsichtbar mit 50plus? – Schönheitspflege kann uns zu mehr Wohlgefühl verhelfen.
 

Unzufrieden mit dem eigenen Aussehen? – Das muss nicht sein! Die Beautyindustrie bietet ein breites Spektrum an Maßnahmen zur Schönheitspflege an. Von Anti-Aging-Produkten bis hin zu Schönheits-OPs, Botox- und Hyaluronsäure-Anwendungen, mehr oder weniger aufwendigen Kosmetikbehandlungen, künstlichen Wimpern und Nägeln, Haarteilen, Haarverlängerungen- oder -verdichtungen und vielem mehr. Natürlich lassen sich damit nicht alle Spuren, die die Zeit bei uns hinterlassen hat, wegzaubern, aber doch ein wenig retuschieren. Einen Versuch ist es doch wert, oder?

 

4. Typveränderung

Gefällt euch euer Look nicht mehr? – Dann ist es Zeit für eine Typveränderung! Ein neues Styling kann wahre Wunder wirken. Kleider machen schließlich Leute! Mode kann ein kraftvoller Ausdruck von Selbstbewusstsein sein. In meinem Artikel über den Minirock mit 50 zeige ich euch, warum wir uns nicht verstecken müssen. Habt ihr ein neues Outfit gefunden, dann kombiniert es mit modischen Accessoires, einem aussagekräftigen Make-up, einer peppigen Frisur und vielleicht sogar mit einer anderen Haarfarbe, und ihr fühlt euch wie neu geboren. Traut euch, es lohnt sich bestimmt!

 

5. Selbstliebe

Habt ihr euch eigentlich selbst lieb? – Das ist eine seltsame Frage, ich weiß…!  Aber sie ist wichtiger, als ihr denkt. Solltet ihr darauf nämlich nicht sofort mit einem eindeutigen „Ja“ antworten können, so besteht dringender Handlungsbedarf! Ihr werdet es nicht glauben, aber euer „Ich“ schreit nach Liebe, es möchte endlich auch mal „Valentinstag“ mit euch feiern! Wie könnt ihr das schaffen…?? – Ganz einfach: Akzeptiert euch so, wie ihr seid, mit all euren Vor- und Nachteilen. Seid nett zu euch, macht euch Komplimente, gönnt euch Zeit für euch selbst, erfüllt euch einen Herzenswunsch – und lasst euch nicht von anderen herunterziehen. Macht einfach das, was euch gut tut, und vergesst dabei nicht, stolz auf die vielen Dinge zu sein, die ihr im Leben schon erreicht habt! Probiert es einfach mal aus! 

 

Die Freiheit, nicht mehr im Rampenlicht zu stehen

Das Gefühl, als Frau mit 50plus unsichtbar zu sein und in der Öffentlichkeit weniger Aufmerksamkeit zu erhalten als früher, ist selbst für die größte Optimistin eine deprimierende Erfahrung. Was uns bleibt, ist vielleicht die Erkenntnis, dass es unser Leben auch vereinfachen kann, nicht mehr unter ständiger Beobachtung zu stehen. So müssen wir nicht immer gut gelaunt und top gestylt sein. Wenn die Blicke der anderen schwinden, wächst der Raum für uns selbst, dann dürfen wir endlich so sein, wie wir wirklich sind – authentisch und ungeschminkt.  

 

FAZIT

Warum sich in unserer Gesellschaft etwas ändern muss

Ich glaube, dass sowohl Stigmatisierung als auch Altersdiskriminierung leider immer noch große Probleme in unserer Gesellschaft sind. Dies geht auch aus einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes aus dem Jahre 2022 hervor.  Hier muss sich dringend etwas verändern, denn die Stereotypen von früher haben längst ausgedient. Die neue Generation der Best Ager ist anders: sie ist fit, aktiv, jung geblieben, flexibel, innovativ, erfahren, lernbereit und gehört noch lange nicht zum „alten Eisen“.

 

Sichtbarkeit ist keine Frage des Alters

Dennoch bleibe ich dabei: Wir sollten zu unserem Alter stehen! Wir können die Zeit nicht zurückdrehen und der Alterungsprozess ist ein fester Bestandteil unseres Lebens. Auch wenn wir älter werden, können wir noch etwas für unsere Fitness und unser Äußeres tun, um uns in unserer Haut wohlzufühlen. Wer uns trotzdem nicht sieht, ist selbst schuld! Ein fröhlicher und entspannter Mensch mit Falten wirkt auf mich jedenfalls jünger und attraktiver als ein verkrampfter, frustrierter Mensch ohne Falten.


Die innere Haltung als Schlüssel zur Sichtbarkeit

Manchmal ist die innere Haltung, der Schlüssel zum Erfolg. Sie bestimmt, ob wir uns gut oder schlecht, jung oder alt, sichtbar oder unsichtbar fühlen. Wer sich nicht gesehen fühlt, nimmt automatisch eine Opferrolle ein, empfindet sich hilflos und ausgeliefert. Das ist ein Zustand, den ich persönlich gar nicht mag. Nur, wenn wir uns sichtbar fühlen, nehmen uns andere auch so wahr. Lasst uns deshalb gleich heute damit anfangen!

 

Eure Meinung zählt

Wie nehmt ihr das Thema wahr? Habt ihr Momente erlebt, in denen ihr euch „unsichtbar“ gefühlt habt – oder genießt ihr die neue Freiheit sogar, nicht mehr jedem Blick standhalten zu müssen?

 

Teilt eure Erfahrungen und Gedanken gern in den Kommentaren. Ich freue mich auf einen lebendigen Austausch mit euch!

In diesem Sinne wünsche ich euch alles Gute auf eurem neuen selbstbewussten Weg der Sichtbarkeit!

 

Herzlichst 

 

Eure Birgit

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und Unterhaltung. Ich bin keine Ärztin oder Wissenschaftlerin. Die Inhalte ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Fragen sollte immer ein qualifizierter Arzt konsultiert werden.

Birgit Köster-Schmidt -Autorin von Lifestylegebiet-50plus am Strand bei Sonnenuntergang
Birgit Köster-Schmidt

Über die Autorin: 

Ich bin Birgit, Gründerin von Lifestylegebiet-50plus. Als junggebliebene Frau über 50 schreibe ich über das, was uns in dieser wunderbaren Lebensmitte wirklich bewegt: den Mut zur Veränderung, neue Perspektiven sowie das Leben und die Freiheit ab 50. Mein Ziel ist es, euch mit meinen Impulsen zu ermutigen, diese Phase als Chance zu verstehen und euren eigenen, selbst bestimmten Weg zu gehen. Lasst uns gemeinsam neu durchstarten!

 

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2 Gedanken zu „Unsichtbar mit 50plus – Mythos oder Realität?“

  1. Moin Namensvetterin Birgit,

    habe Deinen Artikel über die Unsichtbarkeit von Frauen über 50 mit Interesse gelesen. Dazu kann ich nur sagen, ja, irgendwie stimmt das schon. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, finde ich auch 95% der Männer in meinem Alter (ich bin 65) reichlich uninteressant.
    Viel erstaunlicher finde ich, dass gerade junge Männer auf mich immer noch ihren Reiz ausüben! So als wenn ich selber gar nicht gealtert wäre . 😉 Da gibt es durchaus Exemplare, die ich Interessant und überaus sexy finde! Natürlich ist das nur eine Empfindung, die ich nicht auslebe, da ich mich nicht benehmen möchte, wie die männlichen Gockel um mich herum, die junge Frauen ganz selbstverständlich umwerben… Das wollte ich der ehrlichkeit halber hier nur mal angemerkt haben. 🙂
    Beste Grüße Birgit

    1. Hallo, liebe Birgit,

      vielen Dank für Deinen ehrlichen Kommentar! Es freut mich riesig, dass Dir mein Beitrag gefällt! Deine Meinung zu gleichaltrigen Männern habe ich auch schon von anderen Mädels über 50 gehört und kann sie sehr gut nachvollziehen. Klasse, dass Du so offen darüber schreibst! Für mich ist diese Art der Emanzipation der beste Weg aus der Unsichtbarkeit.

      Herzlichst

      Birgit

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