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ToggleWie Gewohnheiten unseren Alltag vereinfachen
In einer Welt, die sich ständig verändert, können Gewohnheiten eine deutliche Erleichterung unseres Alltags bedeuten. Sie reduzieren Stress, sparen Zeit, sorgen für Sicherheit und Stabilität und geben uns ein Gefühl von Geborgenheit und Vertrautheit. Nicht umsonst wählen so viele Menschen im Restaurant denselben Tisch, reservieren am Hotelpool dieselbe Liege, stehen zur selben Zeit auf, gehen zur selben Zeit ins Bett, greifen im Supermarkt auf dieselben Produkte zurück oder üben jahrelang denselben Job aus.
Auch ich bin ein großer Fan meiner liebgewonnenen Gewohnheiten (das Reservieren der Hotelliegen mit Handtüchern gehört allerdings nicht dazu ;), sie sind so herrlich bequem und gestalten mein Leben unkompliziert. Doch wir Menschen sind unterschiedlich. Was für mich und viele andere die solide Basis eines geordneten und entspannten Alltags bedeutet, ist für andere unvorstellbar und monoton. Sie verabscheuen Gewohnheiten und bleiben lieber innovativ und flexibel. Und das aus gutem Grund, denn trotz aller Vorteile, die Alltagsroutinen bieten können, ist es sinnvoll, unser Leben und unsere Gewohnheiten gelegentlich zu reflektieren und unsere Lebensziele neu zu definieren.
Warum uns die Veränderung alter Gewohnheiten glücklicher und zufriedener macht
Manchmal sind wir mit einigen Dingen in unserem Leben einfach nicht mehr glücklich, wir stecken in gewohnten Routinen fest und sehnen uns insgeheim nach Veränderung. Das müssen nicht unbedingt immer große Modifikationen wie ein Job-, Wohnraum- oder Partnerwechsel sein.
Oft sind es einfach nur die kleinen Dinge des Lebens, die uns stören und unzufrieden machen, aber mit geringem Aufwand verändert werden können:
- Vielleicht sind wir unzufrieden mit unserer Figur? – Dann sollten wir über neue Ernährungsgewohnheiten nachdenken.
- Oder wir fühlen uns steif und unbeweglich und leiden unter Rückenschmerzen? – Dann wäre Sport die optimale Lösung.
- Eventuell seid wir mit unserem Äußeren unzufrieden? Dann könnte der Besuch bei einer Kosmetikerin Abhilfe schaffen. (Schaut euch hierzu doch gerne meinen Beitrag „Schönheit ist eine Frage der Selbstakzeptanz“ an).
- Vielleicht sind wir gestresst und überfordert? – Dann könnten kleine Auszeiten, Meditation, Yoga oder regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft helfen.
- Oder wir fühlen uns einsam? – Dann könnten wir einer Freizeitgruppe beitreten.
- Eventuell benötigt unser Zuhause dringend einen neuen, Farbanstrich (Lest hierzu doch auch gerne meinen Beitrag „Lieblingsfarben und ihre Bedeutung„)? – Dann könnten wir uns an einen erfahrenen Maler wenden.
- Oder wir sind mit unserer Beziehung unzufrieden? Dann sollten wir ein Gespräch mit unserem Partner/unserer Partnerin herbeiführen.
Diese Liste lässt sich sicherlich noch um ein Vielfaches erweitern. Doch was auch immer in unserem Leben ein ungutes Gefühl erzeugt, wir sollten dieser Tatsache ins Auge sehen, nicht länger zögern, sondern unseren „inneren Schweinehund“ überwinden und alte Pfade verlassen.
Obwohl ich selbst ein Gewohnheitsmensch bin, kann ich euch aus eigener Erfahrung bestätigen, wie wichtig Veränderungen – auch wenn sie noch so klein sind – für unser Leben sind. Es klingt ein wenig paradox, doch es lohnt sich ungemein, unsere Komfortzone gelegentlich zu verlassen, um neue Routen zu beschreiten. Das macht uns glücklicher und zufriedener und gibt unserem Leben eine neue Perspektive. Näheres hierzu findet ihr auch in meinem Bericht „Abschied als Chance in der Lebensmitte„.
Die 5 für mich wichtigsten Vorteile des Wandels
1. Persönliches Wachstum
Wer es wagt, neue Wege zu gehen, beweist damit nicht nur eine große Portion Mut, sondern eröffnet sich damit auch die Chance, sich weiterzuentwickeln, persönlich zu wachsen, neue Fähigkeiten zu erlernen, Ängste zu überwinden und das Selbstbewusstsein zu stärken.
2. Neue Perspektiven
Vertraute Pfade bieten zwar Stabilität und Sicherheit, können uns aber auch stark einschränken oder gar behindern. Neue Wege hingegen können uns neue Perspektiven im Job, in der Liebe oder im Alltag eröffnen und uns zu einer glücklicheren Lebensweise verhelfen.
3. Kreativität und Innovation
Wer neue Wege geht, der regt auch seine Fantasie an. Er entwickelt sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich kreative Ideen und innovative Lösungen für aktuelle Probleme oder Herausforderungen.
4. Resilienz
Wer neue Wege geht, der muss sich auch mit Unsicherheiten und Veränderungen auseinandersetzen. Das macht uns resilienter, denn wir lernen, flexibler auf Veränderungen zu reagieren und Herausforderungen gelassener zu meistern.
5. Glück und Zufriedenheit
Der Mut zur Veränderung kann das Leben bereichern. Durch neue Erfahrungen, Begegnungen und Erfolge können wir unser Glück und unsere Zufriedenheit steigern und unser Leben deutlich bewusster genießen.
Warum wir gerade mit 50plus neue Wege gehen sollten

Spätestens mit 50 durchleben wir eine Phase, die oft mit einem deutlichen Wandel im persönlichen, familiären und beruflichen Bereich verbunden ist. Plötzlich ist nichts mehr so, wie es einmal war. Das kann einerseits zu Verunsicherung und Ängsten führen. Andererseits ist es aber auch eine hervorragende Gelegenheit, die Chance beim Schopf zu packen, alte Zöpfe abzuschneiden und neue Wege zu gehen. Egal, ob wir uns einen neuen Job suchen, uns einen Lebenstraum erfüllen, unsere Ernährungsgewohnheiten ändern, unser Heim renovieren, eine Fertigkeit erlernen, ein neues Hobby oder ein Ehrenamt ausüben, ein Haustier zulegen, gesünder leben, mehr Sport treiben, ein Haus oder ein neues Auto kaufen, eine neue Partnerschaft eingehen oder neue Freunde suchen möchten, die Lebensmitte ist einfach der perfekte Zeitpunkt hierfür! Veränderung und Aktivität machen unser Leben im reifen Alter lebendiger und schaffen mehr Zufriedenheit und Wohlgefühl.
FAZIT
Das Beschreiten neuer Wege ist besonders im reiferen Alter eine wertvolle Investition in die Zukunft. Es verleiht unserem Leben noch einmal einen ganz anderen Sinn, stärkt unser Selbstbewusstsein und unsere Resilienz und macht uns glücklicher und zufriedener.
Es ist niemals zu spät, den ersten Schritt zu machen. Schiebt alle Ängste und Bedenken beiseite und traut euch! – Ihr werdet es nicht bereuen, denn die besten Erfahrungen warten oft außerhalb der Komfortzone;)!
Und ihr?
Und nun mal ganz unter uns: Wie sieht es bei euch aus? Gehört ihr – vielleicht auch zu den „Gewohnheitsmenschen“? Oder liebt ihr eher die Abwechslung, verabscheut Routinen und seid spontan und flexibel? Habt ihr vielleicht schon neue Wege eingeschlagen? Oder steckt ihr noch in euren Routinen fest und traut euch nicht so recht, sie zu verlassen? Wie sind eure diesbezüglichen Erfahrungen? Lasst es mich gerne wissen, ich freue mich immer über eure netten Kommentare!
In diesem Sinne wünsche ich euch ein angenehmes Wandeln auf euren neuen Wegen des persönlichen Wachstums!
Herzlichst
Eure Birgit


Hallo liebe Namensvetterin,
jetzt kann ich hier auch etwas beisteuern. Ich bin überhapt kein Gewohnheitsmensch, eher im Gegenteil: ich finde Veränderungen spanend und sie bieten neue Möglichkeiten. Auch wenn sie manchmal gezwungenermaßen passieren, z.B. wegen meiner Trennung vor 2,5 Jahren. Damals war ich 63 und da ich keinerlei Familie habe, mußte ich völlig neu anfangen. Aber ich habe mir überlegt, wie das gelingen könnte und bin aktiv auf die Menschen z.B. hier in der Bürgerstiftung zugegangen.
Anfang 2026 gehe ich in Rente nach etwa 40 durchgehenden Jahren in meinem Vollzeitjob. Aber ich freue mich auf meine Freiheit, jetzt meine Zeit selbstgesteuert verwenden zu können! Außerdem bin ich in den Schützenverein in Hanstedt eingetreten und lerne jetzt eine neue Sportart: das Bogenschiessen.
Ich glaube, man dasrf einfach keine Angst haben vor Veränderungen, auch wenn sie ungewollt passieren. Ich sage immer: Wer weiß, wofür das gut war/ist. Und meist finde ich das dann rückblickend auch heraus.
Mein Vater hat mich gelehrt: „Denk dran, wirklich helfen kann dir nur eine Person und das bis DU SELBER. Andere können Dich höchstens unterstützen.
So habe ich bisher alle Lebenskrisen gemeistert und werde das auch künftig tun!
Herzliche Grüße
Birgit bon nordisch-grün
Hallo, liebe Birgit,
herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Klasse! Du hast offensichtlich Dein persönliches Rezept zur Krisenbewältigung gefunden! Ich finde, die Eigenschaft, Veränderungen positiv und angstfrei gegenüber zu stehen und sich mutig neuen Herausforderungen zu stellen, ist gerade in der heutigen – sich blitzschnell drehenden Zeit – sehr wichtig. Veränderungen können unser Leben enorm bereichern, es lohnt sich daher ungemein, die gewohnte Alltagroutine zu verlassen. Neue Dinge, wie z.B. in Deinem Fall das Bogenschießen, zu erlernen oder einem Schützenverein beizutreten, erweitern unseren Horizont und machen unser Leben abwechslungsreich und interessant. Wir sind – genau wie Du es schreibst – alle unseres Glückes Schmied. Daher kann ich Dir nur alles erdenklich Gute für Deinen neuen Lebensabschnitt ab dem nächsten Jahr wünschen und bin schon ganz gespannt auf Deine Berichte!
Lieben Gruß
Birgit